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Bewerbermagnet flexible Arbeitszeitmodelle


Die Arbeitszeit gehört zu den wichtigsten Punkten im Anstellungsverhältnis. Viele Mitarbeitende wollen nun an der Uhr drehen. Sprich: Sie wollen weniger arbeiten oder anders arbeiten. Wer als Arbeitgeber auf diese Entwicklung reagiert, tut vieles für oder besser gesagt gegen seine Fluktuation. Und kann mit seiner Arbeitgebermarke punkten.

Eine grösstmögliche Zeitautonomie ist ein echter Bewerbermagnet, längst nicht nur bei den jungen Zielgruppen. Mitarbeitende jeden Alters legen Wert darauf, ihr Privatleben bestmöglich mit dem Beruf in Einklang zu bringen. Unternehmen, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auf dieses Bedürfnis reagieren, haben einen echten Wettbewerbsvorteil. Doch was nützen alle Anstrengungen, wenn diese Pluspunkte nicht aktive auf dem Arbeitsmarkt ausgespielt werden? Das sagte sich wohl auch die AXA Winterthur, einer der grössten Versicherer der Schweiz. Sie haben ihr grossartiges Portfolio an Massnahmen zielgruppengerecht auf einer speziellen Seite aufbereitet: AXA Flexwork.

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Hier stimmt alles: Inhalte, Zielgruppenorientierung, Aufmachung. Zum Abschauen schön, oder zumindest zum Inspieren schön. Ich habe bei Yasmine Suter nachgefragt und mich mit ihr über die Hintergründe unterhalten. Sie ist als Employer Branding Chefin des Versicherungsriesen für dieses Projekt zuständig.

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Yasmine, auf einer der Seiten von AXA Flexwork werde ich von Fausto Santini, einem AXA Mitarbeiter, mit der Aussage: Flexwork ist die Zauberformel, begrüsst. Was ist damit gemeint?

Yasmine Suter: „Flexwork heisst bei der AXA flexibles Arbeiten. Wir sind überzeugt, dass das Fördern flexibler Arbeitsformen sowohl den Mitarbeitenden als auch unseren Kunden Mehrwert bringt. Der Trend in der Gesellschaft ist eindeutig und muss auch aus unternehmerischer Sicht ernst genommen werden. Der gesellschaftliche Rahmen ist heute anders als noch vor zehn Jahren: Nicht nur jüngere, sondern auch ältere Mitarbeitende haben das Bedürfnis nach mehr Flexibilität. Auf der anderen Seite haben wir eine noch nie dagewesene Heterogenität auf Kundenseite. Entwickeln wir also Produkte für junge Familien oder für die Population 50 plus, so tun wir gut daran, die Bedürfnisse dieser Personengruppen auch aus interner Sicht zu kennen. Nur wer versteht, was dem Gegenüber wichtig ist, kann auch adäquat auf dessen Bedürfnisse reagieren. Und so ist es unabdingbar im Unternehmen ein möglichst hohe Diversität zu haben.“

Ihr habt Eure Haltung und die Möglichkeiten rund um flexibles Arbeiten auf einer eigenen Seite platziert – warum nicht auf der eigentlichen Karriere-Webseite?

Yasmine Suter: „2014 hat die AXA als eines der ersten Unternehmen in der Schweiz eine Employer Branding Kampagne lanciert; weg von der klassischen Produkte-Kampagne hin zu einer Image-Kampagne. Herzstück dieser Kampagne war die Landingpage axa.ch/flexwork. Ziel war, eine möglichst authentische Seite mit Erfahrungsberichten unserer Mitarbeitenden zu schaffen. Zudem wollten wir Nähe schaffen und haben deshalb auch ein Chatforum lanciert.“

Wie schwierig war es, die Mitarbeitenden zum Mitmachen zu bewegen?

Yasmine Suter: „Dies war überhaupt nicht schwierig!“

Auf Eurer Seite kann man den „Werte-Check“ machen und herausfinden, ob man zur AXA passt. Ich habe den Test gemacht. Was meinst Du, wäre ich nach dem Test ein potenzieller AXAianer?

Yasmine Suter: „Hängt von deinem Resultat ab!“

Okay, hier ist mein Resultat. Ich sollte mir also eine Bewerbung bei Euch ins Auge fassen…  Im Ernst: Ist der Check eher ein spielerische Auflockerung oder hat er echt selektiven Charakter? Nehmen Bewerbende zum Beispiel in ihrer Bewerbung darauf Bezug?

 

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Yasmine Suter: „Der Werte-Check ist eine spielerische Vermittlung unserer kulturellen Werte; er wird nicht als Selektionsinstrument eingesetzt. Viele Bewerber nehmen aktiv Bezug zur Flexwork Kampagne, da haben wir also einen guten Job gemacht. Den Werte-Check haben wir bisher nicht explizit beworben und so wird er nur ab und an im Rahmen einer Bewerbung genannt.“

Die AXA Winterthur macht vor, wie es geht. Sympatisch, wie authentisch ihre Testimonials rüberkommen, unter anderem auch in vielen kurzen Filmsequenzen. Nicht Hochglanz, dafür hochinformativ und glaubwürdig – wie hier Markus Amstutz, der neu Teilzeit arbeitende Leiter des Beschwerdemanagements.

 

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Kommentare ( 3 )

  • Marc Schönholzer sagt:

    Ein Arbeitsmodell der Zukunft, ein Modell, das es in sich hat.

  • Jo sagt:

    Man muss der Sache nicht unbedingt den pseudo-trendy Namen „Flexwork“ geben, aber ansonsten ist dem Standpunkt, dass man Mitarbeitern mehr Flexibilität – und überhaupt mehr Frei-Zeit! – einräumen sollte, absolut beizupflichten.

    Hierzu gibt es einen weiteren schönen Kommentar unter http://clickjob.ch/wordpress/ unter der Überschrift „Die Win-Win-Balance“. Hier berichtet der Schreiber von einem „Freund“, der sich auf sein Leben auf der Überholspur eingerichtet hat, aber eben von dieser Spur überhaupt nicht mehr herunterkommen kann. Lebensmotto: „ohne 150%igen Einsatz keinen Erfolg!“ Die Pointe des Kommentars (oder vielleicht präziser gesagt: der kleinen Geschichte) ist natürlich, dass diese 150% weniger in Erfolg enden als darin, dass der Freund seine Familie kaum mehr sehen kann, zum immer verfügbaren Knecht des Chefs geworden ist und mutmasslich im völligen Ausgebranntsein enden wird. Sehr gut möglich, wenn man mich fragt. Deswegen begrüsse ich es, wenn auf breiter Ebene ein Umdenken der Unternehmen eingesetzt hat.

    So gesehen ist AXA Flexwork ein weiteres Unternehmen, dass „verstanden hat“ – und sogar gute Gründe nennt, die wiederum an Bekanntheit gewinnen sollten. Weiter so!

  • Best Recruiters Schweiz: Die Sieger 2016 und fünf schöne Beispiele | BUCKMANN GEWINNT sagt:

    […] zweifelsohne, die Swisscom hatte ich auf der Rechnung, klar. Und die Axa begeistert mich mit ihrem Flexwork sowieso. Die Bundesverwaltung überrascht mich, aber ich freue mich, wenn auch öffentlich-rechtliche […]

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