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Service to go: SBB chattet mit Bewerbern

Die SBB gehen neue Wege in der Bewerberkommunikation. Neu ist es möglich, sich mit den Personalverantwortlichen der Bundesbahn über den Messengerdienst Smoope auszutauschen – vorerst einmal als zeitlich beschränkter Versuch. Ich habe bei Liliane Kuert vom SBB Personalmarketing nachgefragt – natürlich per Messenger.

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Ob sich dieser neue Kommunikationsweg durchsetzt, wird sich weisen. Mir gefällt nicht in erster Linie nur der Kanal, sondern die Denke, die hinter dem Vorgehen der SBB steht. Sich auf die geänderten Kundenbedürfnisse einstellen, neue Wege ausprobieren, etwas TUN. Da nimmt man schon einmal in Kauf, dass die neue App zwar in Bezug auf die Funktionalität überzeugt, deren Datenhunger aber ein grosses Fragezeichen birgt und vielleicht sogar den einen oder anderen potenziellen Chatter abschreckt.

 

Datenschutz

 

Trotzdem: Ein schöner Zug der SBB! Da steckt eine ganze Portion Frechmut in diesem neuen „Service to go“ Angebot der SBB. A propos service to go: Weitere zauberschöne Personalmarketinggeschichten finden Sie im brandneuen Geschichtenbuch rund um das Personalmarketing. „Personalmarketing to go“ ist jetzt lieferbar!

 

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Kommentare ( 5 )

  • Eleftherios Hatziioannou sagt:

    Herzlichen Dank für Ihren Erfahrungsbericht über Ihren Austausch mit dem SBB-Team über smoope. Ich bin einer der beiden Gründer und würde gerne wie über Twitter gewünscht auf Ihre Fragen eingehen. smoope ist darauf spezialisiert „Messaging as a Service“ als zeitgemäßen Kanal für Kunden-/ Bewerberdialoge anzubieten. Von Beginn an ist es unsere höchste Priorität eine Plattform zu bieten, die höchsten Ansprüchen in Sachen Datenschutz und -sicherheit gerecht wird, damit Unternehmen – unsere Kunden – wiederum Ihrer hohen Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Bewerbern, etc. gerecht werden können. Wir arbeiten mit Banken, Versicherungen und Behörden zusammen und haben in den vergangenen Monaten entsprechende Prüfungen durchlaufen, was Ihnen die Gewissheit geben sollte, dass wir nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Dies ist uns ein zentrales Anliegen und unterscheidet uns von anderen Marktteilnehmern. Natürlich handelt es sich um einen kontinuierliche Prozess, den wir als junges Unternehmen Step by Step gehen. Ihre geäußerten Bedenken zeigen, dass wir sicherlich noch einige Dinge verbessern müssen – so beispielsweise die Informationen unserer Nutzer. Sie hatten speziell hinterfragt, weshalb wir bestimmte Freigaben von unseren Nutzern einholen bei der Installation. Darauf möchten ich gerne eingehen. Die „Identität“ soll bei der Registrierung Zeit sparen, da wir die Eingabefelder für Sie vorbefüllen können. Der Standort wird benötigt, um Ihnen Unternehmen in Ihrer Nähe anzuzeigen. SMS wird deshalb benötigt, weil Sie ggf. Einladungen von Unternehmen per SMS bekommen und wir nach Ihrer Registrierung eine richtige Zuordnung machen müssen – welcher Nutzer gehört zu welchem Unternehmen? Auf Medien greift die App zu, weil Sie ja beispielsweise ein Bild einer Rechnung oder einen Screenshot mitsenden möchten, auf die/den sich Ihre Anfrage bezieht. Geräteinformationen benötigen wir inbesondere jetzt in der frühen Phase aus technischen Gründen, um Fehler nachvollziehen zu können – dabei hilft es uns immens, nachstellen zu können welches Gerät, Betriebssystem zugrunde liegt. Auf unserer Webseite https://smoope.com/de/ finden Sie zudem Links zu unseren Nutzungsbedingungen und unserer Datenschutzerklärung. Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen hiermit beantworten konnte und bedanke mich nochmal für das Feedback, das wir sehr ernst nehmen. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

  • André Luce sagt:

    Spannender case, Jörg.
    Folgendes Frage ich mich noch:

    Wie vermittelt ihr den Bewerbern, dass WhatsApp nicht geht?
    Wie hoch ist die Rate derer, die wirklich etwas neues dafür installieren?

    Was ist mit der guten, alten SMS, dafür hat doch jeder mittlerweile eine Flatrate. Wurde das auch für den Zweck bewertet?

    • Jörg Buckmann sagt:

      Lieber André, vielen Dank für Dein Feedback und die spannenden Fragen. Ich spiele den Ball mal – viel Smoope… ;.) – den SBB zu.

  • Eleftherios Hatziioannou sagt:

    Vielen Dank für Ihre Nachfrage, gerne nehme ich Stellung dazu. Aus unseren Erfahrungen mit mittlerweile > 300 Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit können wir sagen, dass die Nutzung einer weiteren App keine Hürde darstellt, wenn die Kommunikation drumherum verdeutlicht, warum dies sinnvoll ist. Wenn den Nutzern klar ist, welchen Mehrwert sie haben (Zeitersparnis, einfache und direkte Kontaktmöglichkeit ohne Kompromisse in Sachen Sicherheit/Datenschutz), nehmen Sie gerne die Nutzung einer weiteren App in Kauf. Bitte beachten Sie dabei, dass die App ja nicht für jedes einzelne Unternehmen erneut geladen werden muss, sondern alle Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten darüber erreichbar sind (Netzwerk-Effekt). Dies ist der grosse Vorteil für unsere Nutzer. Es ist darüberhinaus einfacher, sich mit einem Unternehmen auf smoope zu vernetzen: Über die smoo.pe-URL des Unternehmens, z.B. https://smoo.pe/sbbjobs können Interessenten sich direkt registrieren, ohne sich eine lange Telefonnummer merken zu müssen, wie im Falle von WhatsApp. Haben sie die App schon, geht es direkt ins Gespräch. Haben sie die App noch nicht, müssen sie dies einmalig tun. Wir trennen bei all dem diskret geschäftliches von privatem. Wir glauben, dass eine Interaktion mit dem Bankberater oder Personalverantwortichen nichts mit Familie und Freunden zu tun hat. Leider ist es so, dass SMS Öffnungsraten sich sehr schlecht entwickelt haben in den letzten Jahren. Viele nehmen diese gar nicht mehr richtig war, da es sich oft um Werbe-SMS und Infos, z.B. vom Mobilfunkanbieter handelt. Ich habe Ihnen eine Statistik zur Entwicklung des SMS Versands rausgesucht, die zeigt, dass die SMS an Bedeutung verliert (am Beispiel von Deutschland): http://www.mobiflip.de/statistik-sms-versand-deutschland-talfahrt/ . Noch kurz zum erwähnten WhatsApp: Stand heute ist die kommerzielle Nutzung in deren Nutzungsbedingungen gar nicht erlaubt. Entsprechend gibt es auch weder Business-Accounts noch offizielle Schnittstellen für Unternehmen im Moment. Das kann sich natürlich irgendwann ändern – ist dennoch nicht mit geltendem Recht vereinbar in Sachen Datenschutz: Personenbezogene Daten (Kunden-/Bewerberdaten) dürfen nicht im Ausland verarbeitet werden – es sei denn es gibt eine entsprechende rechtliche Grundlage dafür (z.B. Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarungen, etc.). Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantwortet und bedanke mich für das Interesse an unserer Lösung.

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